Zweite und Dritte siegen, Erste verliert

ADas vergangene Frühlingswochenende brachte nicht nur warmes Wetter, sondern auch ein paar Punkte für unsere Senioren-Teams. Nur unsere Erste musste sich geschlagen geben.

Es ging mit reichlich Rückenwind zum Auswärtsspiel bei Union Velbert. Zuletzt hatte die Mannschaft von Trainer Mike Sauer vier Siege in Serie eingefahren und daran wollte man beim punktgleichen Tabellenvierten natürlich anknüpfen. Bei sommerlichen Temperaturen war klar, dass die Partie nicht einfach werden würde. Aber die ersten Minuten gehörten klar den Gästen aus Essen. Nach feinem Steilpass von Zaka Elouriachi war es Burak Pakdemirli, der frei vor dem Velberter Torhüter auftauchte, allerdings nicht genug Druck hinter den Ball bekam und somit die dicke Chance zur Führung vergab. In der Folge boten sich beide Mannschaften einen Abnutzungskampf und gingen körperlich zur Sache. Viele Torchancen gab es für die rund 70 Zuschauer nicht zu sehen, stattdessen musste der TUSEM eine Schrecksekunde verkraften. Basar Baylar blieb nach einem Rempler mit seinem Gegenspieler am Boden liegen und musste ausgewechselt werden: Schlüsselbeinbruch. An dieser Stelle wünschen wir Basar alles Gute und schnelle Genesung! Ein bitterer Ausfall für unsere Erste, die bis zum Saisonende auf Basar verzichten muss. 
Zur Pause stand es 0:0 und für den zweiten Durchgang nahm sich der TUSEM vor, bloß kein Gegentor zu bekommen und nach vorne hin immer wieder die Chancen zu suchen. Die Möglichkeiten waren auch da, blieben allerdings ungenutzt. Sei es Knipser Max Golz oder Marvin Weeske, der gleich zweimal an den gegnerischen Beinen scheiterte. Rund eine Viertelstunde nach Wiederbeginn dann die Entscheidung: Der Velberter Jonas Doil wird auf der rechten Seite nicht angegriffen und hat Zeit zum Flanken. Allerdings wird der Ball in der Luft immer länger und aus einer Flanke wird ein Torschuss. Wie es das Glück so will, landet dieser Versuch genau im Winkel des TUSEM-Tores. 1:0 für Velbert. 
Die Gäste versuchten in der Schlussphase zwar noch einmal alles, doch im Abschluss fehlte die letzte Konsequenz. Von Minute zu Minute machte sich das Wetter bemerkbar und die Kraft ließ nach. So hatte der TUSEM am Ende nicht mehr viel entgegenzusetzen und musste die Niederlage einstecken.

 

TUSEM II. - Ballfreunde Bergeborbeck 2:0 (0:0), Bericht: TUSEM II

Liebe Freunde sportgewordener Lebensbejahung, wenn wir Fußball spielen und reden, neigen wir dazu, uns zu vergessen. Wir werden animalisch – Gras fressen (Igitt!), oder martialisch – Blut am Pfosten (Pfui Deifel!). Unsere Ausdrucksweise auf und neben dem Platz verdanken wir der Natur des Wettbewerbs. Der Wille zum Kampf trägt das Kostüm der Tugend im Spiel um Sieg und Niederlage. Aber zwängen wir uns doch zur Abwechslung einmal aus diesem sprachlichen Korsett und reiben Balsam warmer Worte auf die blutgegrätschte Haut.
Das Wetter war zum Libellen streicheln. Vom himmlischen Thermostat auf den Sollwert temperiert. Gastierende Freunde im quietsch-orangen Dress schlugen uns vor, wo sie doch schon mal auf ihrem Familienausflug hier wären, eine Runde Ball zu spielen. Ein erquickender Gedanke dachten wir und gaben ihm unseren Segen. Verabredete sich der Tusem in den jüngsten Wochen zum Spielen, regte sich ein Funkeln in aller Augenzeuge Augensterne. „Habt Spaß“, gaben uns unsere Adoptiv-Trainer auf den Weg und klopften uns auf die Schultern.
Heute ging es nicht um höher, schneller, weiter. Der Ball rollte und das machte uns glücklich. Auf alles infrage kommende gab es nur richtige Antworten: Nimm du ihn, sagte der eine – ich hab ihn sicher, sagte derselbe. Wir waren so in Einklang mit uns, dass Aufdrehen und Klatschenlassen in eine einzelne Bewegung verschmolz. Weiße, rote, orangene Trikotfarben vermischten sich in einen Strom gewesenen Eifers, der von einer Torauslinie zur anderen schwappte. Überflüssig erschien der Mann zwischen den Brandungen. Das Trillern seiner Pfeife vom Signal zum Geräusch geschliffen, die Kolorierung seiner Pappkarten vom Symbol zur Farbe geglättet. Und doch inmitten der Harmonie erlangten seine Werkzeuge ihre Bedeutung zurück. Ein orangener Besucher entpuppte sich als des Redens selig. Er füllte seine Plaudertaschen mit Silber statt Gold, bis sie zu schwer wogen um weiterzuspielen.
Halbzeit.
In der Trinkpause steckte der Tusem die Köpfe zusammen. Wir kamen zu dem Schluss: Bei all dem Spaß, den wir haben, fällt es sicher niemandem auf, wenn wir heimlich versuchen zu gewinnen. „Aber egal wie viele Chancen wir haben, wir dürfen höchstens zwei Tore schießen“, sagte Trainer Schiene, „sonst fällt es auf!“ Gesagt, getan. Der Tusem erzielte mucksmäuschenstill und mit ganz viel Zehenspitzengefühl zwei Tore. Den Rest des Spiels vergaben wir die Möglichkeiten mit solcher Überzeugung, dass weder auf noch neben dem Feld jemand auf die Idee kommen konnte, wir würden uns über drei Punkte freuen.
Der Schiedsrichter pfiff nach anderthalb Stunden Just for Fun ab. Am Ende jedes Blickes strahlende Gesichter. Es gab Geschenke und sogar die höchste aller Ehrungen – von Nachwuchskünstlern gefertigte Medaillen (Foto: zwei glückliche Preisträger). Unter der Hand gewann der Tusem nun seine letzten drei Spiele. Auch wenn heute alle Sieger waren, nächste Woche machen wir uns wieder für euch dreckig.
Bis zum nächsten Mal!
Euer Tusem II

 

FC Stoppenberg III - TUSEM III 4:5 (2:4)

Im Spiel unserer Dritten beim FC Stoppenberg ging es torreich zu. Schon der erste Durchgang war sehr turbulent. Nachdem die Stoppenberger nach nur sechs Minuten in Führung gegangen waren, drehte der TUSEM die Partie binnen zwei Minuten dank eines Doppelpacks von Matthias Schramm. Die erneute Antwort der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten, denn plötzlich stand es 2:2. Aber Schramm wehrte sich dagegen und legte nach: Wieder lag der TUSEM vorn und dank des Treffers von Volodymyr Muntian kurz vor der Pause wuchs der Vorsprung sogar auf zwei Tore an. 
Nach dem Seitenwechsel kam Stoppenberg schnell zum Anschlusstreffer, ehe sogar der erneute Ausgleich gelang. Dementsprechend spannend wurde es in der Schlussphase, in der der TUSEM das glückliche Ende fand. Jens Hartmann sorgte in der 85. Minute für den Siegtreffer des TUSEM!

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